Samstag, 25. Mai 2013

Heißer Himbeer-Trifle - Der Nullkommanix-Drei-Minuten-Nachtisch

Wenn's mal richtig schnell gehen muss mit dem Nachtisch, reichen eigentlich drei Minuten Zeit und drei Zutaten: Tiefkühl-Obst, Kekse und Joghurt bzw. Quark bzw. Sahne.

Und mal ehrlich: das hat doch jeder im Haus. Also nix wie los und ratzfatz ein ultaleckeres Dessert gezaubert.

Ja, ich gebe zu, ich mag mein Himbeer-Trifle mit ein bisschen Thymian, aber keine Sorge: das geht auch ohne! Statt Thymian kann man auch durch ein bisschen Schokoladenraspel oder Nüsse über den Nachtisch kippen. Oder einfach pur genießen.


Zutaten für zwei superleckere Himbeer-Trifle:

3-4 große Löffelbisquits (oder andere Kekse)
200 g Sahnejoghurt (auch normaler Joghurt funktioniert prima oder Sahne oder Quark)
ca. 100 g TK-Himbeeren
1 TL Honig
1 TL Vanillezucker oder normaler Zucker
Wer das noch toppen will: Thymian, Schokoraspel, Nüsse etc.

Zubereitung:

Die TK-Himbeeren in einen Topf geben und mit einem TL Honig erwärmen. Währenddessen die Kekse grob zerbrechen und in zwei Gläser verteilen. Den Joghurt mit dem  Vanillezucker verrühren. Ich gebe gerne auch noch 1 TL Vanilleessenz dazu. Wenn ihr übrigens richtige Süßschnäbel seid, könnt ihr natürlich auch mehr Zucker nehmen. Einfach kurz den Finger in den Joghurt stecken und probieren, ob es süß genug ist. Ich nehme übrigens selbstgemachten Vanillezucker*, der schmeckt viel besser als der gekaufte. Wenn ihr keinen Vanillezucker zuhause habt, könnt ihr auch normalen Zucker nehmen. Den Joghurt auf den Keksen verteilen. Inzwischen müssten die Himbeeren aufgetaut sein und ihr habt eine feine Himbeersauce. Über den Joghurt geben und am besten sofort warm essen. Wer  mag, kann ein paar feine Blättchen getrockneten Thymian darauf geben - das passt wunderbar zu den Himbeeren! Als Topping eignen sich aber auch Schoki (passt halt zu allem!), Nüsse oder was ihr eben gerade im Haus habt.

*Wie macht man eigentlich selbst Vanillezucker? Ein sauberes Glas mit Schraubverschluss mit Zucker füllen und immer, wenn ihr beim Backen eine Vanilleschote ausgekratzt habt, die Reste der Schote in das Glas stecken. So nimmt der normale Zucker das Vanillearoma an.


Sonntag, 19. Mai 2013

Erdbeer-Basilikum-Limonade - ich sag' DANKE

Eine Woche nach unserer Hochzeitsfeier fehlen mir noch irgendwie die Worte. Ich sitze zwischen unzähligen Glückwunschkarten, Geschenken und Fotos und kann immernoch nicht glauben, wie viele Leute an uns gedacht haben. Trotzdem mache ich mich jetzt schnell daran, die Fotos für euch zu sortieren und mich zu sammeln, damit ich euch davon berichten kann. Von den Pannen (das falsche Eröffnungslied), den Kuchen (die nicht aus der Form wollten) und den Highlights (am Ende war da diese Brücke). Bis dahin schenk' ich euch eine Limo ein und sag' danke. An alle, die an uns gedacht haben. Und damit seit auch ihr gemeint. Danke für die vielen lieben Worte, Nachrichten und Kommentare. Ihr seid der Wahnsinn!

Zutaten (für ca. 750 ml):

100 g Zucker
100 ml Wasser
2-3 Zweige Basilikum (auch Rosmarin oder Minze passt gut)
600 g Erdbeeren, frisch oder tiefgekühlt
ca. 50 ml Limettensaft (das entspricht etwa 3 Limetten)
600 ml Mineralwasser
Eis



Zubereitung (ca. 15 Minuten + eine Stunde Wartezeit):

Wasser und Zucker in einen Topf geben und erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dabei gelegentlich umrühren. Nun habt ihr Läuterzucker hergestellt, den ihr aromatisieren könnt. Ich habe Basilikum genommen, weil ich die Kombination sehr mag, aber seid ruhig kreativ - auch andere Kräuter und Gewürze passen zu Erdbeeren.

Basilikum in den Läuterzucker geben und etwa 1 Stunde ziehen lassen. In der Zwischenzeit die Erdbeeren putzen bzw. auftauen. Dann pürieren und durch ein Sieb streichen. Nach einer Stunde auch den Läuterzucker durch ein Sieb geben und mit dem Erdbeerpüree vermischen. Jetzt nach und nach Limettensaft und Mineralwasser  und zum Schluss Eis hinzugeben. Ruhig zwischendurch abschmecken - ich mag meine Limo weniger süß und nehme deshalb etwas etwas mehr Mineralwasser. Wie mögt ihr eure Limo?


Freitag, 10. Mai 2013

"Schatz, ich hab' meinen Ehering verloren" und andere zentrale Sätze in der Vorhochzeitswoche

Jetzt ist es also fast soweit. Nur noch einmal Schlafen bis zum großen Tag. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen und wir nehmen jetzt einfach alles, wie es kommt. Klar. Wir sind entspannt. Deshalb haben wir in der Vorhochzeitswoche auch nur überaus entspannte Gespräche geführt.

6 Tage bis zur Hochzeit: "Schatz, hast du meinen Ehering gesehen? Den hab' ich grade nur ganz kurz zum Geschirrspülen ausgezogen..." ruft mein Angetrauter durch die Wohnung. Schade nur, dass ich seinen Ehering nicht gesehen habe. Wir suchen also in der Küche. Und dann im Wohnzimmer. Und dann im Bad. Und irgendwann sogar im Keller. Nach einer Stunde zieht sich mein Liebster Putzhandschuhe an und beginnt, den Mülleimer zu durchwühlen, weil er den Ehering zwischen Eierschalen und Kaffeesatz vermutet. Fehlanzeige. Der Ring ist inzwischen aufgetaucht, er wurde nämlich gar nicht "kurz zum Geschirrspülen ausgezogen", sondern lag im Bett zwischen den Matratzen, wo er wahrscheinlich nachts verloren gegangen ist. Alles ist gut. Wir sind entspannt.

5 Tage bis zur Hochzeitsfeier: ich erzähle meinem Liebsten stolz, dass der Fotograf nun sogar unser Logo auf die Kärtchen mit dem Link zur Internetgalerie druckt. Er: "Wir haben ein Logo?". Ich: namenloses Entsetzen. Ich habe in den letzten 8 Monaten wahrscheinlich kein Bild öfter gesehen als dieses verdammte Logo. Aber gut. Ich bin entspannt.

4 Tage bis zur Hochzeitsfeier: die Braut beschließt, dass zwei paar Schuhe für die Feier DEFINITIV zu wenig sind und ganz schnell noch ein drittes (wenn nicht sogar ein viertes!) her muss! Ich frage meinen Mann, ob das übertrieben ist. Er sagt: "Nein Schatz, das ist unser großer Tag. Putz dich raus." Seht ihr, deshalb hab' ich ihn geheiratet :) Also ab in die Stadt geflitzt und gefühlte hundert Paar Schuhe anprobiert. Jetzt habe ich vier Paar: eins für den offiziellen Teil (bequem - längeres Stehen ist unproblematisch), eins für den inoffiziellen Teil (wirklich unbequem, aber unglaublich toll aussehend! - ganz eindeutig Sitzschuhe), eins für später (zum Tanzen und Rumhüpfen) und eins für den Fall der Fälle (wir wandern nachts betrunken zur Tankstelle, um anschließend über den Zaun im Freibad zu klettern). Ich bin also für jede Eventualität ausgestattet. Ihr seht: alles ganz entspannt.

3 Tage bis zur Hochzeitsfeier: mein Mann sagt ganz unschuldig: "Du, Schaaatz, ich hab' eine Dose Cola im Gefrierfach vergessen. Die ist explodiert". Ich denk' mir erst ok, kann ja mal passieren. Dann fällt mir ein: F*ck!! Das ganze Gefrierfach ist voll mit Geschenken, die ich für die Hochzeitsgäste gebacken habe. Was jetzt?? Ach, was soll's. Vielleicht merken es die Gäste gar nicht (betrunken? dunkel?) Oder vielleicht schmeckt es ja jetzt erst richtig gut... Zurücklehnen, entspannen.

2 Tage bis zur Hochzeitsfeier: wir sind voll im Zeitplan. Seit 7 Uhr morgens wird gebacken, was das Zeug hält. Der erste Teil ist im Ofen und sieht wunderbar aus. Dann plötzlich ein Schlag und der Ofen ist aus. "War das die Sicherung?" rufe ich aus der Küche. Kein Thema, denke ich. Einfach wieder rein das Ding. Doch dann steht mein Mann laut fluchend im Treppenhaus. Die Sicherung ist nämlich nicht einfach raus, sondern kaputt. Gebrochen. Was auch immer mit so einer dämlichen Sicherung passieren kann. Und selbstverständlich ist ein Feiertag, das heißt, mal kurz rüber zum Elektrofachhandel unseres Vertrauens hüpfen, können wir vergessen. Panik? Ich mache mir aber überhaupt keine Gedanken darüber, jetzt bis morgen im Dunkeln zu sitzen. Nein. Meine Sorge gilt einzig und allein dem Kuchen im Ofen. Wie geht es ihm? Ist er fertig? Was wenn nicht? Kurze Zeit später ist unsere Sicherung ausgetauscht (danke, Herr Nachbar!) und der Kuchen gerettet. Wieder alles entspannt.

Nun ist die Vorhochzeitswoche vorbei. Der durchdringende Geruch nach Schokolade und Butter, der in unserer Wohnung seit einigen Tagen vorherrscht, hat meinen Süßhunger für die nächsten Wochen gestillt. In allen Zimmern verteilt stehen Kisten, die wir jetzt zur Location transportieren. Und dann war's das. Dann kann der große Tag kommen. Das Wetter soll irgendwas zwischen "schlecht" und "richtig schlecht" werden. Aber was soll's. Sommer ist was in deinem Kopf passiert. Wir sind entspannt. Alles wird gut.

Mittwoch, 1. Mai 2013

Chocolate-Chip-Cookies für die Nerven oder was kann bei einer Hochzeit eigentlich alles schief gehen?

Jetzt sind es tatsächlich nur noch 10 Tage bis zur Hochzeit. Und langsam hab' ich echt Schnappatmung. Vielleicht geht noch was schief. Vielleicht wirft unser wunderbarer Caterer entnervt das Handtuch, weil ich mich nicht zwischen Panna Cotta und Mousse au Chocolat entscheiden kann. Vielleicht liefert unser Getränke-Händler zu wenig Alkohol, weil er nämlich findet, dass wir bei der Bestellung ein bisschen übertrieben haben (Hallo! Deshalb kauft man ja auf Kommission ein! Außerdem scheint er unsere Freunde nicht zu kennen.). Vielleicht geht mein Ofen kaputt, ich kann keine Hochzeitstorte backen und alle werden verhungern. Oder vielleicht gewinnen die Stuttgarter Kickers am 11. Mai das letzte Heimspiel 10:0 und meine Gäste inklusive Bräutigam stürmen das Stadion, statt zur Feier zu kommen. Wäre alles denkbar.

Es wäre aber auch denkbar, dass alles gut läuft. Dass es den Gästen völlig egal ist, ob es Mousse au Chocolat oder Panna Cotta gibt, weil es noch gefühlte 20 andere Desserts gibt. Dass der Getränkehändler liefert wie bestellt und keiner verdursten muss. Dass keiner auf die Torte fällt. Dass die Kickers gewinnen und die Leute trotzdem lieber zur Hochzeit kommen. Und dass am Ende alle satt und glücklich und betrunken sind.

Ich  bin optimistisch. Und damit das auch so bleibt, gibt es oberleckere Chocolate-Chip-Cookies für die Nerven.


Zutaten für ca. 20 große Cookies:

140 g Mehl
60 g Stärke
1/2 TL Natron
1/2 TL Backpulver
eine Prise Salz

125 g weiche Butter
100 g brauner Zucker
50 g weißer Zucker
1 Ei
1 TL Vanilleextrakt
200 g Zartbitterschokolade in Stücken.

Zubereitung:

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Ober-/Unterhitze funktioniert gut, Umluft auch (dann aber 160°C!).

Zuerst Mehl, Stärke, Natron, Backpulver und Salz abmessen und in eine Schüssel sieben. Die Butter zusammen mit beiden Zuckersorten ein paar Minuten schön schaumig schlagen. Dann das Ei und Vanilleextrakt dazugeben. Die Mehlmischung hinzugeben und mit dem Teigschaber oder Kochlöffel nur kurz unterheben (es ist ok, wenn man noch weiße Mehlflecken im Teig sieht!). Die Schokostückchen ebenfalls kurz mit dem Teigschaber untermischen, bis sich alles gerade so verbunden hat. Wer mag, kann den Teig jetzt ein viertel Stündchen in den Kühlschrank stellen, dann lässt er sich besser verarbeiten. Eilige und Hungrige können diesen Schritt aber auch auslassen, das klappt trotzdem.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen, den Teig zu Kugeln rollen und mit großem Abstand auf dem Blech platzieren. Wirklich viel Platz dazwischen lassen, die Kekse breiten sich enorm aus! Etwa 15 Minutn backen bis die Cookies Farbe haben.

Nach einem Rezept aus "Let's Bake" von Cynthia Barcomi, Mosaik-Verlag, München, 2013

Donnerstag, 25. April 2013

Sommer-Grüße und Spargel-Liebe

Ein turboschneller Gruß an euch, bevor es wieder raus in die Sonne geht. Der Sommer ist da. Es gibt Spargel. Dazu feiner Parmaschinken und ein Ei von einem glücklichen Huhn. Danach frische Erdbeeren. Mehr braucht es nicht zum Glücklich sein.

Habt einen wunderschönen Sommerabend



Sonntag, 21. April 2013

Schnell und fein für Zwischendurch: Quark-Schnecken mit Karotten, Ingwer und Koriander

Damit ihr mich nicht vergesst, obwohl ich euch vor lauter Hochzeitsvorbereitungen so sträflich vernachlässige, gibt es heute Morgen einen schnellen Sonntagsgruß.

Die Vorarbeiten für den großen Tag laufen auf Hochtouren: Bastelschere und Pritstift liegen bereit und auf mich warten kistenweise süße, kleine Geschenke, die verpackt werden möchten.

Doch bevor ich starte, brauche ich natürlich was Leckeres im Bauch. Und bestimmt hab' ich in ein paar Stunden auch schon wieder Hunger (wenn ich nicht alle paar Stunden was zu essen kriege, werde ich nämlich schnell ziemlich unausstehlich...). Deshalb gibt es heute perfekte, kleine Snacks, die ich mir den ganzen Tag schmecken lassen kann, ohne lange in der Küche rumzueiern.


Die kleinen, feinen Quark-Schnecken aus Hefeteig kann man praktisch mit allem füllen, was schmeckt. Die Kombination Karotten-Ingwer-Koriander gehört aber zu meinen absoluten Lieblingen

So. Genug geredet, schnell was essen und ran an die Geschenke! Nur noch knapp drei Wochen, der Countdown läuft :)




Zutaten für 12-16 Stück:


500 g Mehl (Typ 550)
20 g frische Hefe
200 ml Milch
1 Ei
100 g weiche Butter
Salz

Füllung:
200 g Karotten, gerieben
1 Bund Koriander
ein Kubbel Ingwer (etwa 15-20 g)
125 g Bergkäse
250 g Quark (20% Fett)
2 Eigelb
etwas Currypulver
Salz
Cayennepfeffer



Zubereitung:

Mehl mit 1 TL Salz mischen. Die Milch erwärmen bis sie lauwarm ist und die Hefe hineinbröckeln. Hefemilch, Ei und Butter zum Mehl geben und den Teig etwa 3 Minuten kneten. Den Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort etwa 45 Minuten bis 1 Stunde gehen lassen.

Inzwischen alle Zutaten (Karotten, Ingwer, Bergkäse) reiben und mit gehacktem Koriander, Quark, Eigelben und Gewürzen vermischen. Backofen auf 190° vorheizen. Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen.

Den Teig etwa 50x20 cm groß ausrohlen und die Quarkmischung wie bei einem Strudel darauf verteilen - den Rand also frei lassen. Den Teig einrollen und den "Strudel" in 12 Teile schneiden (bei mir sind es ein paar mehr geworden).

Teigstücke in die Muffinförmchen setzen und nochmals 10 Minuten ruhen lassen. Dann 15-20 Minuten backen bis sie Farbe angenommen haben.

Nach einem Rezept aus "Lust auf Genuss", 4/2013, München

Samstag, 20. April 2013

Kulinarische Reise nach Wien Teil 3: Buchvorstellung Wiener Küche meets New York

Mit etwas Verzögerung gibt es heute endlich den dritten und letzten Teil meines kulinarischen Wien-Berichts. Zum Abschluss präsentiere ich euch ein wunderbares Buch, das mir in die Hände gefallen ist und das die Wiener Küche modern und elegant präsentiert wie kein anderes. Der Clou: es gibt sogar eine Verbindung nach New York ♥ Der Autor und österreichische Sternekoch Kurt Gutenbrunner betreibt nämlich aktuell fünf Restaurants in New York und serviert dort traditionell österreichische Küche, gemischt mit neuen, modernen Kreationen.

Ein Besuch in einem seiner Restaurants kommt auf jeden Fall auf meine New-York-To-do-Liste :)



Das Konzept
Wiener Tradition trifft New Yorker Schick. Heraus kommt eine rundum gelungene Rezeptesammlung aus feinen traditionellen Süßspeisen und den typischen Wiener (Fleisch-)gerichten, die weder angestaubt noch altbacken wirkt, sondern modern und frisch. Dazu gibt's Kunstwerke auf den Fotos - da hat der Kunstinteressierte unter den Köchen sogar noch was für's Auge.

Funktioniert's?
Aber hallo! Wenn ich ganz ehrlich bin, gehört die österreichische Küche nicht gerade zu meinen Leib- und Magenküchen. Zu viel Fleisch, zu üppig, zu mächtig... Kurt Gutenbrunner aber präsentiert Klassiker wie Apfelstrudel und Mohnguglhupf im feinen Gewand, ohne dass es plump wirkt. Auch Gulasch und Schnitzel sehen hier irgendwie nach Sterneküche aus und leichte Kreationen wie Spargel mit Räucherlachs, kalte Flusskrebssuppe oder Topfenravioli mit Nussbutter runden die Rezeptauswahl ab.



Was ist anders?
Wien trifft New York. Das ist anders.

Besonders toll
Kapitel wie "Strudelgeheimnisse" oder "Schnitzelgeheimnisse". Darin erklärt Kurt Gutenbrunner, wie man den perfekten Strudel bzw. das perfekte Schnitzel kreiert.

Schon probiert
Der Apfelstrudel - ein Traum! Schoko-Mandeln. Hhhmmmm... Als nächstes wage ich mich an den Tafelspitz. Oder an das Rehgulasch. Oder oder oder...

Wermutstropfen
Ich hab' einen gesucht. Ehrlich. Hab' keinen gefunden.



Fazit
Das Buch ist zwar nicht ganz günstig, aber für Liebhaber der österreischen und auch für Fans der gehobenen Küche jeden Cent wert!

Hier geht's zum Buch: Die neue Cuisine. Die elegante Küche Wiens  

Für alle Bilder gilt: Copyrigt "Neue Cuisine / Collection Rolf Heyne" 


Sonntag, 7. April 2013

Kulinarische Reise nach Wien Teil 2: Apfelstrudel (und warum es hier gerade so ruhig ist...)

Da isser endlich: mein erster Apfelstrudel. Hach, war der lecker!

Aber seht ihr auf den ersten Blick, was fehlt? Ha! Die Rosinen! Die hab ich aber nicht etwa absichtlich weggelassen, weil ja eh niemand Rosinen mag. Nein, ich hab welche gekauft, hab mich ans Backen gemacht und als ich die Mischung angerührt hatte, hab ich die verdammten Rosinen einfach nicht mehr gefunden. Die gesamte Küche wurde auf den Kopf gestellt, aber keine Chance. Die Rosinen waren weg. Und da bei mir meist Sonntag Backtag ist, konnte ich auch nicht schnell zum Laden um die Ecke hüpfen und noch ein Päckchen kaufen. Deshalb: Apfelstrudel ohne Rosinen. Trotzdem fein!

Das Rezept habe ich aus einem unglaublichen Buch, das ich euch bald gerne näher vorstellen möchte:
Die neue Cuisine. Die elegante Küche Wiens

Aber gerade komme ich einfach nicht dazu, tut mir leid. Was ist da los, fragt ihr euch zurecht. Ich poste kaum noch und beantworte nicht mal Kommentare, ich treulose Tomate. Und warum? Weil unsere Hochzeitsfeier jetzt quasi vor der Tür steht (noch 34 Tage *schluck). Über 100 Gäste wollen im Mai von uns bespaßt und verköstigt werden und obwohl ich wunderbare professionelle Unterstützung habe, ist der Aufwand eben doch nicht zu unterschätzen. Deshalb bin ich seit Wochen  am Basteln, Backen und Besorgen und im Moment ist kein Land in Sicht. Ich hoffe also, ihr verzeiht mir, wenn es hier in nächster Zeit auch etwas ruhiger ist... Dafür zeige ich euch am Ende meiner produktiven Phase auch sehr gerne die Ergebnisse :-)

Jetzt aber der Apfelstrudel:


Zutaten (laut Rezept für 6 Personen - bei mir hat es eher für doppelt so viele gereicht!):

Süße Brösel:
4 EL Butter
50 g Zucker
250 g grobe Semmelbrösel

Strudel:
180 ml Sauerrahm
1 EL brauner Rum
4 große Äpfel, geschält und in feine Scheiben geschnitten
100 g Zucker
125 g grobe Semmelbrösel
wer hat: etwa 100 g Rosinen
100 g Walnüsse, fein gehackt
5 Blatt Strudelteig (40x50cm)
6 EL geklärte Butter*
Puderzucker
Schlagsahne zum Servieren

*geklärte Butter brennt beim Backen nicht an und sorgt dafür, dass der Strudel schön kross wird. Und so wird's gemacht: Butter in einem Topf zerlassen und 10 Minuten köcheln lassen - vorsicht: die Butter darf nicht anbrennen! Den Topf vom Herd nehmen und den Schaum an der Öberfläche abschöpfen. Die Butter aus dem Topf ohne die Milchbestandteile am Boden in eine Schüssel gießen - diese geklärte Butter hält sich im Kühlschrank bis zu einem Monat.

Zubereitung:

Süße Brösel:
Butter in einem kleinen Topf zerlassen und dann den Zucker darin unter gelegentlichem Rühren auflösen (2-3 Min.). Dann die Semmelbrösel hinzugeben und unter ständigem Rühren 2-3 Min. anrösten. Den Topf vom Herd nehmen.

Strudel:
Backofen auf 230° vorheizen.

Sauerrahm und Rum in einer großen Schüssel glatt rühren. Apfelscheiben unterheben. Dann Zucker, süße Brösel, Semmelbrösel, Rosinen und Walnüsse dazu geben.

Das erste Teigblatt auf die Arbeitsfläche legen und mit geklärter Butter bestreichen. Puderzucker drüber geben. Die übrigen 4 Blätter darüber legen und jedes Mal Butter und Puderzucker auf die Teigblätter geben.

Die Füllung auf dem Teig verteilen, Rand frei lassen. Den Strudel straff aufrollen und die Enden einklappen. Nochmals mit geklärter Butter betsreichen und mit Puderzucker bestäuben.

Den Strudel 15-20 Minuten backen und danach 5-7 Minuten abkühlen lassen. Warm mit Schlagsahne servieren.

Nach einem Rezept aus "Neue Cuisine" von Kurt Gutenbrunner, Collection Rolf Heyne, München, 2013.

Freitag, 29. März 2013

Kulinarische Reise nach Wien Teil 1: Kaffeehäuser und Beisln

Frühling in Wien. Das war der Plan. Hach, wär das schön gewesen.

Aber mal ehrlich: wer im Januar ins Reisebüro stapft und einen Städtetrip für Ende März bucht, rechnet auch nicht wirklich mit Eisregen und Schneesturm. War dann aber so. Yay.

Und was tut man in so einer Situation? Natürlich das Beste daraus machen und den ganzen Tag in Kaffeehäusern sitzen. Um dann am frühen Abend weiterzuziehen und in einer Beisl einzukehren. Schnitzel essen. Bierchen trinken. Es ließ sich also - trotz Januar-Feeling im März - durchaus aushalten im hübschen Wien :).

Außerdem übertreibe ich auch ein bisschen: nach zwei Tagen Eisregen wurden wir nämlich mit dem ersten Frühlingstag belohnt: 14 Grad, Sonne! - da ist uns vor Freude glatt der Glühwein aus der Hand gefallen...

Alles in allen war es also doch ein wunderbarer Ausflug in die österreichische Hauptstadt mit den vielen bekannten imposanten Bauwerken (selbst ein schnöder H&M steckt in einem zauberhaften verschnörkelten Haus mit knarrenden Treppen und Stuck an der Decke).

Besonders toll an Wien: die Gastronomieszene bleibt sich treu, was irgendwie ehrlich wirkt. Man setzt auf ausgedehnte Kaffeehaus-Aufenthalte, in denen es neben der obligatorischen Sachertorte auch herzhafte Gerichte wie Gulasch gibt und außerdem auch Wein, Bier und sogar Cocktails. Abends kehrt man irgendwo ein, um Forelle, Wiener Schnitzel und Kürbisravioli mit Steirischem Kernöl zu essen. Mehr braucht es auch nicht zum Glücklichsein.

Für euch gibt es jetzt die leckersten Adressen, Rezepte und Mitbringsel aus der österreichischen Hauptstadt - vielleicht habt ihr ja auch Lust auf einen kleinen Ausflug...

Das Kaffeehaus
Wiener Kaffeehäuser sind einfach legendär. Man sitzt auf roten Polstern und bestellt eine Melange/einen Mokka/einen Verlängerten oder eine der zig anderen Kaffeevarianten, von denen wir zuhause noch nie gehört haben. Oder man genehmigt sich am Mittag ein Gläschen Wein. Man liest Zeitung. Schaut dem Treiben zu. Stundenlang. Nie wird man zu einem zweiten Kaffee gedrängt oder schräg vom Kellner angeschaut. Außer man stürzt sein Getränk und verlangt nach 20 Minuten die Rechnung. Das machen nur die Touristen - (also wir, wir haben's ja eilig :). In Wien hat man halt die Ruhe weg.



Ich habe mich fleißig durch die Speisekarte probiert und habe Folgendes gelernt: Sacher-Torte ist nicht meins. In Rum getränkter Biskuit mit Marmelade und Kuvertüre. Nicht besonders spannend. Ich hatte mir wirklich mehr erhofft. Mehr schokoladig. Mehr fluffig. Mehr was auch immer.

Aber: der Apfelstrudel war traumhaft! Den besten Apfelstrudel gab es im Café Drechsler direkt am Naschmarkt. Warm, saftig, knusprig, mit einem Hauch Orient (Rosenwasser?). Apfelstrudel (oder Mohnstrudel oder Kirschstrudel oder Milchrahmstrudel) muss dringend so schnell wie möglich auch in der heimischen Küche gezaubert werden.

Beisl
Beisln sind kleine Kneipen oder Restaurants, die ursprüngliche Gerichte servieren oder diese neu interpretieren ("Neo-Beisl"). Der Schwerpunkt liegt dabei häufig auf regionalen und/oder Bioprodukten - und das ist genau mein Ding! Support your local Dealer! Da bin ich dabei! Im Cuadro, das berühmt ist für seine Bioburger, haben wir Wildburger mit geröstetem Kürbis gegessen und dazu feines Bier (Hausmarke!) getrunken.



Im Silberwirt gab es dann wie oben schon erwähnten Kürbisravioli mit Kernöl und Erdäpfelchips und Saftgulasch - etwas teuer als die Burger, aber unglaublich gut!

Der Naschmarkt
Natürlich haben wir auch den kulinarischen Wiener Touristenmagnet besucht: den Naschmarkt. Klaro, es war schön, an den vielen feinen Essensauslagen vorbeizuspazieren und - logisch - ein paar Souvenirs habe ich dort auch gekauft. Aber ganz ehrlich: die Restaurants haben uns an jede x-beliebige Urlaubsstrandpromenade erinnert: ein Restaurant am anderen, draußen Speisekarten mit fotografiertem Essen (!) und die aus dem Urlaub bekannten hochmotivierten "Gästebeschaffungsangestellten", die jedem Vorbeiziehenden das Tagesgericht wie geschnitten Brot anpreisen und mit der Foto-beladenen Speisekarte wedeln. Nee, danke.

Macht aber gar nichts. In Wien gibt es unzählige gute Restaurants, Beisln, Heurige, Kneipen, Kaffeehäuser und auch kleine Snack-Shops mit Bagels und vielen anderen Leckereien (z.B. das Snackberry). Oder das Babette's: ein Buchladen nur mit Kochbüchern (es war das Paradies!), der neben Kochkursen auch einen kleinen, aber feinen Mittagstisch anbietet.


Ihr seht also: in Wien muss niemand verhungern.

Apropos verhungern: ich geh' jetzt mal in die Küche. Apfelstrudel machen. Und berichte euch davon.

Bis dahin ein wunderschönes Osterwochenende - ich drück ganz doll die Daumen für Frühling!





Freitag, 15. März 2013

Wochenend-Frühstück und Wegzehrung: Dattel-Nuss-Scones

Dieses Wochenende muss ich dringend noch was Schönes backen. Warum? Weil mein Backofen nun erstmal kalt bleibt. Ich melde mich kurz ab. Und komme hoffentlich mit tollen neuen Ideen zurück.

Bis dahin gibt es noch einmal feine Dattel-Nuss-Scones für ein perfektes Wochenend-Frühstück. Dann schultere ich mein Bündel und den Rest der leckeren kleinen Teilchen packe ich als Wegzehrung ein.

Das Rezept stammt mal wieder von der wunderbaren Cynthia Barcomi: 
Cynthia Barcomi's Backbuch

P.S. Wo es hingeht wollt ihr wissen? In meiner Abwesenheit werde ich wohl "a bissal was naschen"


Zutaten für etwa 8 Scones:

Trockene Zutaten:
315 g Mehl
50 g Zucker
2 TL Backpulver
eine Prise Salz
Schale einer Biozitrone

125 g kalte Butter

Flüssige Zutaten:
80 ml kalte Milch
1 TL Zuckerrübensirup
1 Ei

Weitere Zutaten:
50 g Walnüsse
120 g Datteln

Zubereitung:

Den Ofen auf 190°C vorheizen. Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten. Grob hacken und abkühlen lassen. Dann die Datteln hacken - wenn man sie leicht mit Mehl bestäubt, kleben sie nicht so aneinander.

Trockene Zutaten in eine Schüssel geben. Kalte Butterstückchen mit den Fingern in die trockenen Zutaten einarbeiten, bis eine grobkrümelige Masse entsteht. Die flüssigen Zutaten vermischen und zu den trockenen geben. Nur ganz kurz verrühren, so dass sich die Zutaten gerade so vermischen. Dann Datteln und Nüsse unterheben.

Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und einen Kreis formen (etwa 2 cm dick). Den Kreis wie einen Kuchen in etwa 8 Stücke teilen.

20 Minuten backen und 10 Minuten auf einem Gitter auskühlen lassen. Scones schmecken mit Butter, Marmelade, Erdnussbutter und auch einfach pur.

Nach einem Rezept aus Cynthia Barcomi's Backbuch, Mosaik Verlag, München, 2007.

Mittwoch, 13. März 2013

Bei dem Wetter hilft nur eins: Cannelloni wie bei Muttern

Keine Ahnung, ob ich diesen verdammten Wintereinbruch überhaupt noch kommentieren muss. Meine Frühjahrsoutfits hängen im Schrank und scheinen jeden Morgen traurig, wenn ich sie links liegen lassen und zu den dicken Pullis greife. Aber der Frühling kommt. Auf jeden Fall. Nur vielleicht noch nicht heute. Bis es dann endlich soweit ist, muss man sich zu helfen wissen. Mit Suppen, Gulasch, Eintöpfen und mit Cannelloni. Deftige Tomatensoße, Hackfleisch und gaaaanz viel Käse (unter den dicken Pullis sieht man das Bäuchlein wenigstens nicht...)


Zutaten für 4 Personen:

1 Karotte
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
10 Stiele Thymian
300 g Bio-Rinderhackfleisch
2 EL Tomatenmark
1 Dose Tomaten
250 ml Milch
1 TL Gemüsebrühe
50 g Parmesan, gerieben
125 g Mozarella, fein gewürfelt
1-2 Tomaten, in Scheiben geschnitten
ca. 20 Cannelloni guter Qualität
Salz, Pfeffer, Butter, Olivenöl

Zubereitung:

Karotte, Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Thymian waschen und trocknen. Hackfleisch mit etwas Öl krümelig anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebel, Knoblauch und Karotte hinzugeben und ein paar Minuten anbraten. Tomatenmark hinzugeben und kurz anschwitzen. Dosentomaten hinzugeben und Thymianblättchen untermischen. Etwa eine halbe Stunde kochen.

Für die Béchamelsoße 3 EL Butter in einem Topf schmelzen. 2 EL Mehl einrühren. 250 ml Wasser und 250 ml Milch unterrühren. Brühe hinzugeben. Dann aufkochen und etwa 5 Minuten köcheln lassen. Dabei weiterrühren.

Ofen auf 200°C vorheizen. 2 EL Béchamel in einer leicht gefetteten Auflaufform verteilen. Dann die Cannelloni nacheinander füllen. Dafür Cannelloni auf die Arbeitsfläche stellen und mit einem Teelöfel vorsichtig füllen. Nicht zu voll packen, sonst reißt der Teig später (sieht man auf dem Bild *hüstel). Die gefüllten Cannelloni in die Auflaufform schichten und alles mit Béchamelsoße übergießen. Tomatenscheiben und Käse obendrauf und dann geht's 40 Minuten in den Backofen.

Nach einem Rezept aus der "Lecker Trattoria" Special 2/2012, Bauer Living GmbH, Hamburg

Sonntag, 3. März 2013

Schoko-Karamell-Kokos-Würfel mit Fleur de Sel (und ein Gewinner)

"Bars & Squares" sind in aller Munde. Die neuen trendigen Häppchen machen die Coffeeshops in den USA unsicher und kommen in allen Varianten daher, die das Herz begehrt. Der Vorteil an den Riegeln  oder Würfeln: die kleinen Leckerein gleichen eher Keksen als Kuchen und sind so winzig, dass man ruhig zweimal zugreifen darf.

Ich bin seit kurzem großer Fan einer Variante aus Kokos, Karamell, Schoki und - ganz besonders toll - einer Prise Fleur de Sel. Gefunden habe ich das feine Rezept wie gestern schon angekündigt im Buch von Bill Granger: Happy Holiday. 140 Urlaubsrezepte



Bevor wir aber zum Rezept kommen, will ich mich nochmal für eure rege Teilnahme am Gewinnspiel der New York Cheesecake-Woche bedanken - ihr seid einfach hammermäßig! Gestern habe ich mal die Stimmen ausgezählt und ihr habt ganz klar zwei Favoriten:

New York Cheesecake mit Himbeerpüree und saurer Sahne
Maronen-Cheesecake auf Brownieboden

Ich freu mich riesig, das sind auch meine beiden Favoriten gewesen und deshalb  haben beide Varianten nun die Chance, im Mai zu meiner Hochzeitstorte umgebaut zu werden - aber darum geht's heute ja noch nicht. Über die Hochzeitsvorbereitungen berichte ich ein anderes Mal... Auf jeden Fall ist die Planung für so ein Event ganz schön aufregend!

Aber zurück zum Gewinnspiel: Ihr wolltet auch was gewinnen und das Cynthia-Barcomi-Backbuch geht an Elli - herzlichen Glückwunsch und viel Spaß damit! Das Buch erscheint erst am 18. März, ich hoffe, du hast noch ein bisschen Geduld - ich bin auch schon ganz gespannt auf das neue Werk! Sobald ich das Buch habe, melde ich mich bei dir.

So, jetzt aber das Rezept für die Schoki-Karamell-Kokos-Würfel!

Zutaten für ca. 20 Stück:


Samstag, 2. März 2013

Buchvorstellung: Happy Holiday von Bill Granger

Nach einer Woche voller Hüftgold-fördernder Cheesecakes ist es mal wieder Zeit für etwas ohne Kalorien und deshalb präsentiere ich euch ein neues Buch. Der Frühling kommt und nach dem dunklen Winter ist manch einer schon in Urlaubsstimmung. Deshalb ist das Buch "Happy Holiday" von Bill Granger jetzt genau das richtige!


 

Das Konzept
Bill Granger sagt "Urlaub bedeutet nicht unbedingt, dass man verreist, Urlaub ist eine Lebensphilosophie." Die Idee hinter dem Buch ist also, dass man sich mit den richtigen Rezepten den Urlaub zu jeder Jahreszeit nach Hause holen kann. Dafür gibt es Kapitel wie "Draussen", "Barfuss", "Herbst", "Flitterwochen", "Am Kamin" und "Feiern".

Funktioniert's? 
Die Rezepte sind nicht unbedingt neu, aber die Idee ist sehr schön! Jeder von uns hat doch seine ganz persönlichen "Urlaubsrezepte": eine tolle Pasta-Variante, gegrillter Fisch und tonnenweise Eiscreme. Bill Granger inspiriert also, sich an diese Gerichte zu erinnern und sie zu Hause nachzukochen. Und wer selbst spontan kein Urlaubsrezept hat, wird in diesem Buch auf jeden Fall fündig - auf den 250 Seiten ist für jeden Geschmack ein Urlaubsgericht dabei.



Was ist anders?
Bei Urlaubsrezepten denkt man wahrscheinlich zuerst an Sommer. Bill Granger stellt aber auch feine Herbstrezepte, Frühstücksleckereien, Geburtstagskuchen und sogar Weihnachtsmenüs vor. Außerdem wird es hin und wieder exotisch: auch Freunde der asiatischen Küche kommen bei der vielfältigen Rezeptzusammenstellung auf ihre Kosten. Jedes Kapitel wird von einer kleinen Urlaubsgeschichte des Australiers angeführt, die dem Buch einen persönlichen Touch gibt.

Rezepte, die sofort auf der Nachkochliste landen
Brathähnchen mit einer Füllung aus Koriander und Chili mit Kokossauce, Wassermelonengranita, Penne mit frischem Thunfisch, Kirschtomaten und Oliven, Himbeersoufflés, Burger mit Huhn, Zitronengras und Limette

Schon probiert
...und für superlecker empfunden: Schoko-Karamell-Kokos-Happen mit Fleur de Sel! Rezept folgt. 



Wermutstropfen
Ich bin über einige Druckfehler gestolpert. Das ist schade, tut dem Kochvergnügen aber auch keinen Abbruch.

Fazit
Ein schönes Kochbuch für alle, die auch unterm Jahr gerne in Urlaubserinnerungen schwelgen.

Hier geht' s zum Buch: Happy Holiday. 140 Urlaubsrezepte

Für alle Bilder gilt: Copyrigt "Happy Holiday / Collection Rolf Heyne"

Samstag, 23. Februar 2013

Say Cheese - und gewinne!

Erinnert ihr euch noch daran, dass ich euch mal ein Bild von meinem Hochzeitskleid gezeigt habe? Nein? Kein Problem, für alle, die es nicht mehr auf dem Schirm haben, hier nochmal ein kleiner Ausschnitt vom "großen Tag" (den wir gerade in New Yorks genialem Hot Dog Laden Gray's Papaya ausklingen lassen):


Das ist noch gar nicht lange her. War erst letzten Sommer. 
Aber ihr fragt euch jetzt sicher: warum, verdammt, zeigt sie jetzt ihr Hochzeitskleid?

In zweieinhalb Monaten darf ich mein Kleid noch mal tragen und ich freue mich riesig! Da wir bei der Trauung in New York nur zu zweit waren, feiern wir im Mai noch mal ganz groß.

Und ihr denkt: aha, ganz nett, aber was hat das jetzt bitte schön mit den Käsekuchen zu tun? Und wo ist dieser verdammte Gewinn, von dem ständig gesprochen wird? 

Ich verrate es euch: das Kleid passt nicht mehr. Und zwar nicht mal mehr annähernd. Tja, und ich habe unter anderem die verdammten Cheesecakes im Verdacht. Ja, ich bin selbst schuld. Für so eine Aktion muss man eben Opfer bringen. Und wenn ich ganz ehrlich bin, gab es vielleicht auch neben den Cheesecakes noch die ein oder andere Leckerei, die ich - völlig selbstlos und nur für euch - gebacken, gepostet und vor allem probiert habe.

Mist, dachte ich also vor ein paar Wochen. Ich muss abnehmen. Mindestens fünf Kilo. Am besten bis morgen. 

War natürlich eine blöde Idee. Und deshalb habe ich es mir anders überlegt. Eine Feier in diesem Ausmaß zu planen, ist wirklich Stress genug, außerdem muss ich dringend noch die Hochzeitstorte probebacken. Da kann ich nicht auch noch abnehmen.

Ich war also bei meiner wunderbaren Schneiderin und habe ihr mein Leid geklagt. Kein Problem, sagte die Schneiderin und gegen einen nicht unwesentlichen Geldbetrag wird mein Kleid nun wieder passend gemacht. Ich soll jetzt halt nur nicht so viel abnehmen, sagt sie. Kein Problem, sage ich.

Doch genug von dem, was ich während der Vorbereitung zur New York Cheesecake-Woche "gewonnen" habe - jetzt seid ihr dran. Statt zusätzlicher Kilos sollt ihr aber was anderes aus der Cheesecake-Woche mitnehmen. Ihr sollt lieber was Schönes gewinnen.


Am Anfang der Woche habe ich ja schon erzählt, wie ich mich durch unzählige Cheesecake-Rezepte gearbeitet habe und am Ende alle meine Favoriten aus der Feder von Cynthia Barcomi stammten. Und weil die liebe Cynthia meine persönliche New York Cheesecake-Heldin ist, habt ihr jetzt die Möglichkeit, ihr neues Backbuch zu gewinnen. Was müsst ihr dafür tun? Ganz einfach: hinterlasst bis einschließlich 1. März 2013 einen Kommentar, welcher Cheesecake euch am besten gefallen hat. Am 2. März werde ich dann den Gewinner auslosen. Folgt ihr ...like a piece of New York Cheesecake... auch auf Facebook? Dann schreibt das dazu und euer Name landet zweimal im Lostopf.

Achtung: das Buch erscheint erst am 18. März, wird also erst danach verschickt. Der Gewinner/die Gewinnerin muss sich noch ein bisschen gedulden... An dieser Stelle auch vielen Dank an den Mosaik-Verlag, der mir das Buch zur Verfügung stellt.



Vergesst nicht, dass es bei Baby Rock My Day auch was Feines zu gewinnen gibt, also schaut unbedingt vorbei.

Höchste Zeit, mich noch mal bei Rebecca für die tolle Idee, die verrückte Vorbereitungszeit und die wunderbare Woche zu bedanken! Es hat unglaublich Spaß gemacht! Und ich vielen Dank an euch für die zahlreichen Likes und die netten Kommentare - ihr seid echt hammermäßig!

So, genug des Lobes, jetzt wird abgestimmt. Hier findet ihr noch mal alle Rezepte:


Dann lasst mal hören, welche Variante euch überzeugt hat - ich bin gespannt!

Donnerstag, 21. Februar 2013

Say Cheese Teil 5: Maronen-Cheesecake auf Brownie-Boden

Okay, ich muss zugeben, ihr habt euch bisher wirklich tapfer durch diese hochkalorische New York Cheesecake-Themenwoche gekämpft!

Himbeerpüree und Saure Sahne am Montag, Brownies am Dienstag, Schoko-Espresso am Mittwoch und gestern dieser unglaubliche Chocolate-Caramel-Oreo-Cheesecake...

Ihr denkt, ihr habt schon vom Anschauen zugenommen? Wir haben alle Kuchen für euch getestet! Und für dieses Opfer erwarten wir nun noch etwas Durchhaltevermögen von euch. Aber keine Sorge:

Das Beste kommt zum Schluss.

Warum? Erstens gibt's am Wochenende noch was zu gewinnen (schaut am Samstag mal vorbei...). Und zweitens habe ich nach den gefühlten 100 Cheesecakes, die während der Vorbereitung auf dieses Event gezaubert wurden, meinen persönlichen Favoriten bis zum Schluss aufgehoben.

Ich präsentiere voller Stolz Cynthia Barcomi's Maronen-Cheesecake auf Brownie-Boden.

Diese unglaubliche Kombination hat alles, was man sich wünscht! Schokolade, Nüsse, Cream cheese und einen Hauch Extravaganz. Ich bin verliebt.



Zutaten (für 23 cm Durchmesser):

Boden:
200 g Zartbitter Schokolade
150 g Zucker
75 g Butter
2 Eier, leicht verschlagen
105 g Mehl
¼ TL Salz
¼ TL Natron

Füllung:
3 Eier
150 g Zucker
eine Prise Salz
525 g Frischkäse

Masse 1:
 150 g Edelbitter Schokolade, geschmolzen

Masse 2:
200 g Esskastanien, gekocht & mit 35 g Zucker fein gemahlen (in der Küchenmaschine zerkleinert)

Zubereitung:

Ofen auf 170°C vorheizen und Springform leicht fetten. Die zerbröckelte Schokolade mit der Butter und dem Zucker im Wasserbad zum Schmelzen bringen. Nach dem Erkalten (!) die Eier hinzufügen (nicht vorher, sonst werden die Brownies hart!)

Mehl, Salz und Natron mischen und zu der abgekühlten Schokoladen-Mischung geben und leicht verrühren. Den Teig in die vorbereitete Backform füllen und gleichmäßig verteilen. 18 Minuten backen und in der Form (!) auf einem Gitter abkühlen lassen. Anschließend für das Wasserbad abdichten indem man zwei Bahnen Alufolie kreuzweise von außen um die Form wickelt.

Für die Füllung Edelbitter-Schokolade schmelzen und etwas abkühlen lassen. Die gekochten Esskastanien mit dem Zucker fein mahlen und zur Seite stellen.

Mit einem Handmixer Eier und Zucker aufschlagen. Eine Prise Salz dazugeben und gut verrühren. Den Frischkäse zugeben und etwa weitere 2 Minuten schlagen bis alles gut vermischt ist. Die Hälfte des Masse in eine große Schüssel umfüllen und mit einem Gummispachtel die geschmolzene Edelbitter Schokolade unterrühren. In der anderen Schüssel die fein gemahlenen Esskastanien unterheben.

Die Schokoladen-Füllung gleichmäßig über den vorbereiteten Brownie-Boden verteilen, gefolgt von der Esskastanien Masse. Die Tortenform auf ein Backblech stellen und mit etwa 1cm heißem Wasser aufhießen. In den vorgeheizten Backofen schieben und insgesamt 45 Minuten stocken lassen. Während dieser Zeit eventuell etwas Wasser nachgießen.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen. Dann mit einem dünnen Messer am Rand entlang fahren, um ein Aufreißen des Kuchens zu verhindern.

Den Kuchen mehrere Stunden abkühlen lassen, bis er Zummertemperatur erreicht hat. Dann erst für mindestens 6 Stunden in den Kühlschrank stellen. Stellen Sie den Kuchen keinesfalls sofort nach dem Backen in den Kühlschrank, andernfalls weicht der Boden durch.

Das Rezept von Cynthia Barcomi wurde bei Zalando veröffentlicht.

Dienstag, 19. Februar 2013

Say Cheese Teil 3: Chocolate Espresso Cheesecake

Und, könnt ihr noch? Nachdem Rebecca gestern fabelhafte Cheesecake-Brownies präsentiert hat, wird es am 3. Tag der New York Cheesecake-Woche noch mal besonders fies. Ich präsentiere euch einen Cheesecake für Schokoholics und Kaffeeliebhaber, der euch garantiert alle Sorgen vergessen lässt. Mein Tipp: Gummizughose an und losschlemmen.



Das Original-Rezept gibt es auch hier:
Cynthia Barcomi's Backbuch

Zutaten (für eine 26cm-Springform)*: 


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